Montag, 31. Mai 2010

Umzug :)

Es gibt hier nix mehr zu sehen. Hier gehts weiter.

Erklärung folgt dort. ;)

Sorry für die Leute, die ihre Feedreader nun aktualisieren möchten, aber Blogspot ist...nääää. *g*

Tauss, die letzte ;)

Ein, zwei Absätze noch, dann muss gut sein mit dem Thema. Aber das ist mir noch wichtig es rauszulassen.

Ich bin durch eine sehr nette, ältere Dame *duck* (sorry Parse *g*) auf einen Aspekt gebracht worden, den ich so nicht gesehen habe, und der bei mir erstmal ein heftiges Vor-die-Stirn-klatschen hervorgerufen hat. So richtig funktionieren da gewisse Reflexe bei mir wohl noch nicht.

Zensursula wurde ja (zu Recht) u.a. vorgeworfen, dass sie die missbrauchten Kinder erneut missbraucht. Sie hat das Thema dokumentierter sexueller Missbrauch ausgesucht, weil sie WUSSTE, dass das ein polarisierendes Thema ist. Sie WUSSTE, dass die Leute darauf anspringen wie ne Katze auf freiliegende Leberwurst.

Sie wollte mit möglichst schrecklichen Bildern die Leute emotional so hochpushen, dass die nicht mehr drüber nachdenken, was ihre Pläne eigentlich bedeuten und außerdem so Kritiker mundtot machen.

Dafür haben sie und Herr Ziercke genügend Prügel von einigen Seiten bezogen. Und, wie gesagt, völlig zu Recht.

Herr Tauss hat sich auch Bilder besorgt. Weil er einen Ring ausheben wollte. Weil er sich profilieren wollte. Er wollte also die Bilder von missbrauchten Kindern benutzen um sich zu profilieren.

Es sind nicht die Unterschiede zwischen Frau von der Leyen und Herrn Tauss, die ein wenig nachdenklich stimmen - es sind die "Gleichartigkeiten".

Trotzdem hat Herr Tauss immer noch einen Pluspunkt, wenn auch einen kleinen. Denn anders als Frau von der Leyen hat er genau das auch unumwunden zugegeben.

Dennoch bleibt alles das, was weiter unten steht, exakt so bestehen. Es ändert nichts an der Bewertung des Urteils. Und es ändert auch nichts meiner Persönlichkeitseinschätzung Herrn Tauss. Er ist meiner Meinung nach eine integre Persönlichkeit.

Er hat eingesehen, dass er dort einen Fehler gemacht hat UND hat es zugegeben. Allerdings nur im Hinblick auf den Besitz. Ich würde mir jetzt noch wünschen, dass er zumindest mal drüber nachdenkt, was seine Handlungsweise für die betroffenen Überlebenden bedeuten kann.

Ich weiß, dass viele nur schwer mit den Bildern über sich leben können, die im Netz kursieren. Herr Tauss, wenn wie wollen, können wir da auch gerne einmal genauer drüber sprechen. Ich meine das ernst, ich will ihnen sicher nichts böses, aber ich glaube, auch sie haben in Bezug auf die Überlebenden von sexuellem Missbrauch einen blinden Fleck. Das ist nichts fieses, und es ist auch nichts, was ein schlechtes Licht auf sie wirft. Aber vielleicht gibt es noch den einen oder anderen Erkenntnisgewinn?

Schlechter Journalismus II

Meine Fresse. Da hat Lena den Song Contest gewonnen. Is ja schön. Vor allem für Lena. *g*

Die hat sich sichtlich gefreut, sie ist mit Spaß auf die Bühne gegangen und hat einfach runtergesungen. Mehr kann man mit dem Mainstreamliedchen, was keinem weh tut (und wohl auch deswegen gewählt wurde) auch nicht machen. Kein Anspruch, aber den hats auch nie erhoben.

Lena ist kein Mike Oldfield, kein Chris Rea - und sie weiß das auch. Will sie auch nicht sein.

Also einfach mal hinnehmen, dass die Dinge so sind, wie sie sind: Eine aufgeregte 19jährige, die ihr Lied super hinbekommen hat, die dafür von halb Europa gewählt wird und sich freut wie ein Schneekönig. Man kann sich mit ihr freuen oder es lassen, wenn man den Sinn nicht sieht.

Aber *hust* was da Florian Rötzer von Telepolis grad macht, wie er sich an ihr abarbeitet und vor allem Dinge ihr zurechnet, für die sie nix kann. Er hats z.B. an einem Beispiel einer Bild-Schlagzeile festgemacht. Nur - Lena boykottiert die Bild und Axel Springer allgemein. Sie will mit dem Schmutzblatt nix zu tun haben. Was kann also Lena für die Schlagzeilen?

Und tituliert das ganze einmal mit "Lena, es reicht" und das zweite mal mit "Das deutsche Fräulein beeindruckt".

Manchmal, wenn ich Florian Rötzers Artikel so lese, glaube ich, dass er nach seiner Karriere beim Heise-Verlag neu anfangen will: Als Nachfolger des dann wohl pensionierten Gossen-Goethe.

Samstag, 29. Mai 2010

Schlechter Journalismus am Beispiel Ruhrbarone

Das Hemd ist mir näher als die Hose und ich bin in der Ecke nun mal beheimatet. Daher möchte ich einen Artikel der Ruhrbarone, der selbsternannten Ruhrgebietsblogger, mal ein wenig sezieren. Ich warne vor: Das wird länger. Wer auch anderes dazu lesen möchte, dem sei das Reizzentrum empfohlen.

Die Ruhrbarone sind nach eigener Auskunft Journalisten, die im Ruhrgebiet hocken und Ruhrgebietsthemen aufgreifen. Das machen sie mal mehr mal weniger witzig, aber immer mit überschaubaren journalistischen Kenntnissen.

Am schlimmsten seit langem finde ich das aktuelle Beispiel eines Artikels über Jörg Tauss. Und das mehr als offensichtliche Unverständnis, dass die "Journalisten" von Ruhrbarone äußern, weil ihnen Kritik entgegenschlägt. Was ich jetzt mache, ist normal auch nicht die feine englische Art, da ich Kommentare und Artikel miteinander verwurste, allerdings ist hier deutlich Nachhilfebedarf.

Fangen wir mit der Überschrift an.

"Tauss, der Kinderschänder"

Das ist schlichtweg falsch. Herr Tauss hat sich auch laut Urteil des Landgerichtes nicht persönlich für die Bilder interessiert. Das heißt, hier nochmal für die Ruhrbarone in deutlichen Worten: Er ist kein "Kinderschänder".

Darüber hinaus ist die Wortwahl "Kinderschänder" für einen straffällig gewordenen Pädophilen schlicht widerwärtig. Ich selbst stecke zu tief in der Materie drin, als das man mir Pädophilenfreunschaft vorwerfen könnte (für die Ruhrbarone: Ich mag die auch nicht), aber ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass diese Art Hetze, Vorverurteilung und Lynchmobstimmungsmache auch für die Opfer kontraproduktiv ist. Ich bin auch gerne bereit, mit den Ruhrbaronen genau das zu diskutieren (in vereinfachter Form: Ihr tut den Opfern nix gutes).

Das Thema Pädophilie, der Umgang mit Pädophilen und vor allem: Der Umgang mit den Opfern ist zu sensibel als das man einfach mit der groben Rhetorikkelle aus dem Bildzeitungskeller draufhaun dürfte. Das Thema ist nicht so einfach, wie die Staatsanwältin, das Landgericht und die Medien es gerne hätten (für die Ruhrbarone: Da ist mehr hinter als ihr glaubt).

Es ging in dem Prozess auch nicht darum, ob Herr Tauss pädophil war oder nicht. Das stand doch überhaupt nicht zur Debatte. Wichtig allein für die Urteilsfindung war: Durfte er sich das Material in seiner Eigenschaft als Abgeordneter besorgen oder durfte er nicht.

Das Gericht hat festgestellt: Er durfte nicht. Und genau das wird Gegenstand der Revision sein, denn zuviele Fragen sind offen:

1. Wenn Herr Tauss das nicht durfte, worin genau unterscheidet er sich von Frau von der Leyen, die diese Bilder UND Videos im Rahmen der Pressekampagne öffentlich vorgeführt hat? (für die Ruhrbarone: Hatse wirklich gemacht)

2. Das Gericht hat (meiner Meinung nach rechtfehlerhaft) festgestellt, dass ein Abgeordneter im Bundestag auf das Fragerecht beschränkt ist und der Straffreiheitsparagraph grundsätzlich nicht für Abgeordnete in Anwendung zu bringen ist.

Das impliziert für mich die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie, wie wir sie kennen (für die Ruhrbarone: Datt wird ne Diktatur, Jungs).

Warum?

Ein Abgeordneter ist ausschließlich seinem Gewissen verpflichtet. Es ist im Ermessen eines Abgeordneten, wie er das Mandat, dass ihm die Bevölkerung erteilt hat, ausübt. Er darf dabei nicht gehindert werden.

Wenn jetzt die Judikative dieses Recht, was aus gutem Grunde eingeführt wurde, auf das Fragerecht im Bundestag beschränkt, dann wird die Handlungsfreiheit der Abgeordneten unzulässig eingeschränkt. Und exakt das ist hier passiert.
(Für die Ruhrbarone: Nehmt das und das folgende bitte einfach mal so hin, ja? Einfacher bekomm ich das nicht formuliert).

Das heißt nichts weniger, als dass ein Abgeordneter der Bundesregierung Fragen stellen darf. Und die muss die dann beantworten. Und der Abgeordnete muss dann darauf vertrauen,d ass die ihn nicht belogen haben.

Wer die Diskussion gerade um das unsägliche Zugangserschwerungsgesetz mit verfolgt hat, wird des öfteren bemerkt haben, dass die Bundesregierung und in persona Frau von der Leyen gelogen haben, dass sich die Balken biegen.

Und auf solche Leute sollen sich Abgeordnete, die auch Gesetze mit erarbeiten und beschließen, jetzt stützen?

Das wäre wirklich das Ende der parlamentarischen Demokratie wie wir sie kennen.

Meine Herren Ruhrbarone: DAS ist der Punkt, warum so viele Leute aufgeregt sind. Die Bilder, die bei Herrn Tauss gefunden wurden, standen nie zur Debatte, das hat er auch unumwunden zugegeben. Sogar öffentlich.

3. Die Rolle der Protagonisten bei der "Medienfütterung"

Diese Rolle ist zumindest zu hinterfragen, wenn sie nicht strafrechtliche Relevanz hat. Es kann doch nicht sein, dass Herrn Tauss eröffnet wird "Junge, wir lassen grad mal dein Büro durchsuchen", man begleitet ihn in sein Büro mitten in einen Pulk von Kameras und Journalisten inkl. Blitzlichtgewitter hinein. Das ist nicht Rechtsstaatlich, da wurde jemand vorsätzlich und mit Kalkül politisch und persönlich vernichtet. Weil er unbequem war.

Und das bringt mich zu Punkt

4. Wie gehen Abgeordnete künftig mit ihrem Mandat um?

Wenn es Ziel gewesen sein sollte, den mündigen, unbequemen Abgeordneten zu eliminieren, ihn zu diskreditieren und ihn gegen den gleichgeschalteten, meinungs- und kritiklosen, jasagenden Abgeordneten zu ersetzen (von denen wir viel zuviel ahben), so ist das gelungen.

Welcher Abgeordnete wird sich denn, nach diesem Budenzauber rund um Jörg Tauss, noch trauen, das Maul aufzumachen und auf die Lügen der Bundesregierung hinzuweisen? Wer wird denn jetzt noch Gesetze kritisch hinterfragen, wenn er fürchten muss, dass danach seine politische Immunität aufgehoben und seine persönliche und politische Existenz systematisch zerstört wird?

Das Beispiel Tauss wird keiner mehr riskieren wollen. Dieses mediale Trommelfeuer, was da über Wochen auf ihn niedergeprasselt ist, wird sich keiner antun wollen.

Was werden wir bekommen? Genau: Gesetzedurchwinker. Eingeschüchterte.

Und genau DAS ist die Konsequenz aus diesem krassen Fehlurteil. Und, meine lieben Herren Ruhrbarone, das sei euch auf die Fahnen geschrieben:

Den Opfern hilft dieses Urteil genausowenig wie es das Zugangserschwerungsgesetz getan hätte und wie es diese ganze bescheuerte Symbolpolitik gerade tut.

Wo die Opfer tatsächlich stehen in der Meinung der "Entscheidungsträger" in diesem Land sieht man perfekt am "Runden Tisch" zum Thema sexueller Missbrauch:

Den geballten Täterorganisationen steht EINE Opfersprecherin (die noch nicht mal von den Opfern selbst gewählt wurde) entgegen.

DAS wäre was zu thematisieren. DAS wäre etwas, wo man einhaken könnte. Bitte mit der gebotenen Sachlichkeit. Aber nö, es ist ja so viel einfacher, Jörg Tauss in die Arena zu werfen und auf Clacquere zu hoffen.

Schön, dass das bei euch ein deutlicher Knieschuß war.

P.S.:
Eure sonstigen, nicht vorhandenen schreiberischen Qualitäten lass ich mal unkommentiert. Das würde die Eintragslänge diesss Blogs sprengen. Himmel, seid ihr schlecht.

Freitag, 28. Mai 2010

Tauss

Tja. So absehbar wie widerlich:

Das Langericht Karlsruhe hat soeben die parlamentarische Demokratie abgeschafft. Tauss hat 15 Monate auf Bewährung bekommen.

Meiner Meinung nach eines der krassesten Fehlurteile der letzten Jahre.

Lesenswert hierzu Jan Mönikes.

Ich weiß, er ist Verteidiger und muss das beste für seinen Mandanten herausholen. Nur: Dazu hatte er nie eine Chance. Die Vorverurteilung, der emotional hochgekochte Pressemob...all das ließ nie die Chance zu einem fairen Verfahren zu.

Und die Strategie der Staatsanwaltschaft, genau diese Emotionalität noch zu befeuern, indem die Medien so gezielt informiert wurden, dass sich einige Medien weigerten, noch weiter zu berichten, weil sie nicht instrumentalisiert werden wollten, ist auch voll aufgegangen. Leider.

Bitte lest euch die Argumentation der Staatsanwaltschaft im Hinblick auf parlamentarische Demokratie mal durch.

Im Grunde genommen hat die Staatsanwaltschaft behaupten dürfen, dass die Abgeordneten sich für eigene Recherchen die Weisung und den Auftrag des Bundestagspräsidenten holen müssen. Das bedeutet nichts weniger als die Abschaffung eines Abgeordneten, der nur seinem Gewissen verpflichtet ist.

Die Botschaft dürfte angekommen sein: Bist du nicht für uns, machen wir dich fertig.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Die Entgiftungskur ;-)

/update. Der Text war nicht bissig genug. Und Ironiepotenzial war ja genug vorhanden.
Ein guter Kollege war zur (allerdings privatfinanzierten) Kur in einem fernasiatischen Land (anders als die Türkei, die ist nahasiatisch*g*). Als Leiter einer Behörde hat er bei sich durchgesetzt, dass die Mitarbeiter alle spezielle, bürgerfreundliche Uniformen tragen. Die Damen schneeweiße Röcke (keine Hosen bittschön), denn die Röcke heben die Eleganz und natürliche Anmut der dort angestellten Damen hervor. Auch wenn sie eigentlich gar keine besitzen oder sich in Hosen deutlich wohler fühlen. Nein, das ist nicht bürgerfreundlich, als bürgerfreundliches Amt trägt man als Dame Rock, das betont den Respekt, den man den Bürgern dort entgegenbringt. Schließlich achtet man ja mehr auf sich, wenn man Rock trägt. In Hosen kann man die Fettwamme aka Dönerfriedhof auch viel besser verstecken.

*runterguck* das stimmt sogar 

Dazu eine weiße Bluse. In Brusthöhe ist ein rotes Herz in "groß" eingestickt und der bürgerfreundliche Gedanke dort verewigt. "Ihr Amt mit Herz".

Die Herren tragen weiße Hosen und weiße Hemden. Ebenfalls mit rot eingesticktem Herz in Brusthöhe. Halt dort nicht unbedingt in 3D. :-)

In der 3-wöchigen Kur im buddhistischen Kloster zur vergoldeten Pforte oder so hat er sich dann im Buddhismus, Karma und Entspannungstechniken ausbilden lassen und diverse Entgiftungskuren hinter sich gebracht. (Naja, nach der Aktion mit der Kleidervorschrift wurde gemunkelt, dass das auch bitter nötig war. *hust*). Außerdem wurde ihm hier vom Lama persönlich die göttliche Erleuchtung gejodelt.

Nebenbei hat er sich Land und Leute angeguckt und es auch tatsächlich geschafft, einem Bauern am Wegesrand so ein weißes Hemd mit rotem Herz überzustülpen. Ich weiß nicht, ob er ihm erklärt hat, was das Herz bedeutet - was ER nicht begriffen hat, ist, dass weiß in Japan und allgemein in asiatischen Ländern die Farbe der Trauer ist.

Und das rote Herz auf weißem Grund in der Bekleidung dem ganzen eine völlig neue Bedeutung gibt. Im Ernst, ich glaube Bürgerfreundlichkeit mit Trauerkleidung zu betonen ist halt doch schon etwas besonderes. Vor allem so glaubwürdig 

Ich vermute mal, dass erklärt auf den Fotos auch das deutlich sichtbare schallende Gelächter des Bauern. :-)

Seine Kollegen amüsierts - sein Bürgerfreundlichkeitstick nervt inzwischen gewaltig und dank der Entgiftungskur ist auch kein Ende in Sicht. ;-)

Die Frage, die sich mir immer wieder stellt, auch wenn ich Kleidervorschriften in Banken sehe: Wozu das ganze? Das man nicht wie Schluffi7 ins Büro rennt, versteht sich doch von selbst (ok, ich hab auch schlechte Tage, aber ich bin Administratöse, also Nerd, von mir wird das erwartet), aber ich hab nie begriffen, wieso man in bestimmten Berufen einen gewissen Kleiderkodex einhält. An Ackermann sieht man ja sehr gut, dass gutes Benehmen, Anstand, Respekt und Ehrgefühl nicht immer mit der Qualität der Anzüge einhergeht.

Und in Behörden sieht das ja noch deutlich anders aus. Behörden haben zu funktionieren. Die Mitarbeiter haben die Bürger mit Respekt zu behandeln und haben das Recht mit Respekt behandelt zu werden. Und eben auch von den Vorgesetzten. Ich kapiere nach wie vor nicht, warum Frauen auf Röcke reduziert werden sollen (egal was für Krautstampfer da drunter vorlugen) und wieso Männer unbedingt weiße Hosen anziehen sollen. Abgesehen davon, dass die Klamotten bei mir zur Frühstückspause schon hemmungslos eingesaut wären (Kaffee sieht man da halt recht deutlich und meine Kundschaft bringt mich öfter mal zum "prusten"): Weiß ist eine dämliche Bürofarbe. Und ich seh darin aus wie Tod auf Urlaub.

Die Mitarbeiter sind Bürgerfreundlich, weil sie es aus sich heraus tun. Kein Klamottenzwang, kein zum Animateur mutierter selbsternannter Motivationskünstler wird es mit "Tschakka, du schaffst es" packen, einen ausgewiesenen Muffischlumpf zum Bürgerfreund zu machen. Der hat dann höchstens ne Entgiftungskur in einem asiatischen….äh ja, genau. Ich komm zum Anfang.

Aber diese Erkenntnisse sind bei der rheinischen Frohnatur recht unangebracht. Zumal die rheinische Frohnatur schnell selbst zum Muffischlumpf wird, wenn die Kollegen mangelnde Begeisterung ob der Motivationsfähigkeiten unseres Freundes erkennen lassen.

Und genau DAS ist das, was ich an Behörden allgemein kritisiere. Und wo ich mich bis zu meiner Rente nicht mit abfinden werde:

Tünche statt tatsächlicher Reformen. "So tun als ob" statt tatsächlichem Umdenken. Mitarbeiterbeteiligung wird groß geschrieben. Aber nur, wenns an die Verteilung der Verantwortlichkeiten geht. Wenns an die Belohnungen geht, sind die Mitarbeiter auf einmal untergeordnet und haben dem großen Mufti zugearbeitet. Ich hab das Glück, das MEIN Chef anders ist. Den soll mir bloß keiner mehr wegnehmen. Meiner. Der ist adoptiert. *g* Aber ich kenns auch eben genau anders.

Echte Bürgerfreundlichkeit wird erst erreicht, wenn der Bürger als gleichberechtigtes Wesen wahrgenommen wird. Und das wird erst erreicht, wenn er nicht mehr am unteren Ende der Nahrungskette steht. Derzeit isset doch häufig so: Amtsleiter sauer => Anschiss Abteilungsleiter => Anschiss Mitarbeiter => Anschiss Bürger wegen irgendwas.

Das muss sich ändern. Da ich aber auch Behörden zu gut kenne, glaube ich auch, dass es frühestens Weihnachten was wird.

2520.

Übrigens ist das auch keine Einbahnstraße. Auch die Kollegen vor Ort können den Respekt erwarten, den man dem Bürger entgegenbringt. Wir haben hier im Dorf am Rande der Großstadt wirklich einen Haufen hochengagierter und -qualifizierter Leute. Und die sind nun wahrlich nicht zu beneiden mit ihrem täglichen Umgang.

[Bild liefer ich heute abend nach, da ist noch etwas Nacharbeit erforderlich *g*]

Mittwoch, 26. Mai 2010

WÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH

Es reeeeeeeeeeeeeegnet *wein*

Es reeegnet ganz doll. Die Straße ist pitschnass. *lautwein*

*schnüffel*
Ich fahr jetzt nach Hause. *tränchenvergieß*

Die Pfeiffe

Wer hat den eigentlich zum Universalgelehrten für alle Forschungsgebiete ernannt? Christian Pfeiffer wird ja zunehmend unerträglicher.
Aktuell hat er sich in die Diskussion um Strafverschärfungen bei Polizistenangriffen eingemischt und gemeint, man soll den Leuten den Alkohol entziehen, weil die Angriffe so stark gestiegen sind.

Erstmal: Es ist ein Unding, wenn Polizisten angegriffen werden. Gerade Streifenpolizisten tun nur ihren Job und mehr nicht. Sie habens echt nicht nötig, dass die noch von irgendwelchen Vollgesoffskis angegriffen werden. Aber:

Es sind halt genau die Vollgesoffskis, die sich im besoffenen Kopp kloppen und dann die "Bullen" rufen, um zu schlichten. Und die sich dann aufregen, weil sie im Suffkopp nicht mehr raffen, dass sie selbst oder aber die gequälten Nachbarn selbige gerufen haben - und dann ausrasten, weil da jemand für Ruhe sorgen möchte.

Diese Vollgesoffskis sind aber nicht der Regelfall, egal was RTL und Kabel1 so suggerieren mit ihrem "Toto und Harry" und Co. Der Regelfall sind normale Bürger, die mal abfeiern wollen. Und das auch dürfen.

Es wird immer vereinzelt Leute geben die dann austicken, weil sie den Alkohol nicht vertragen. Und genau DAFÜR sind die Herren in Grün (oder blau) auch geschult. Deeskalation und notfalls Festnahme und Aufnahme in die Ausnüchterungszelle. Strafanzeige folgt.

Handlungsbedarf null.

Oder der von dem unerträglichen Pfeiffer angeführte Schlag mit dem Baseballschläger mitten ins Gesicht, anschließend Tritte gegen den Kopf:

Das ist mindestens versuchter Totschlag. Wer jemanden mit einem massiven Holzprügel ins Gesicht schlägt, nimmt schwerste Verletzungen bis hin zum Tod in Kauf. Strafmaß imho nicht unter 2 Jahre. Bewährung ausgeschlossen.

Was will man denn da noch verschärfen? Will man jetzt eine Lex Polizei schaffen? "Du hast 2 Leute mit dem Basie halb totgeschlagen. Der erste war Polizist, das macht dann 2 Jahre für den Normalmenschen und 5 Jahre für den Polizisten = 7 Jahre Knast". Soll das etwa so laufen?

Dann hätten wir zweierlei Maß bei der Gesetzgebung und wir hätten Leute, die gleicher vor dem Gesetz sind als andere.

Schützt die Polizisten: Gerne. Jederzeit. Aber nicht so.

Gebt ihnen vernünftige Ausrüstung, Schulungen, die ihre Geld wert sind und vor allem bezahlt sie anständig. Dann braucht man auch keine neuen Gesetze.

Es passt zur Pfeifferschen Pfeife, dass natürlich mal wieder das ganze Übel links liegt:

"Immer jünger, immer betrunkener, und wenn es sich um politische Dinge handelt, dann immer linker", fasste Pfeiffer das Täterbild zusammen.

Ja, nee. Is klar. Sorry, aber der Schwarze Block bestand doch meinen Informationen nach überwiegend aus Provokateuren der Polizei, oder seh ich da was falsch? Und irgendwie sind alle Informationen über "Linke Gewalt" etwas, was man als Allgemeinplatz sieht. Reale Fälle finde ich auch bei näherem Hinsehen nicht. Dafür aber jede Fälle von Polizeigewalt, Stichwort Genua, wo es Tote gegeben hat.

Das wir uns nicht falsch verstehen: Gewalt ist zu verurteilen, egal welche "Farbe" sie hat. Gewalt bringt keinen weiter.

Aber entweder bin ich auf dem linken Auge blind oder es ist tatsächlich so, dass die Linken gewaltfreier sind als die Rechten. Und dass man die linke Gewalt herbeiredet, damit man endlich was gegen das linke Gesocks in der Hand hält. Und das ist unlauter.

Aber andererseits bei einem Mann wie Pfeiffer nicht weiter verwunderlich.

Ohrwürmer

Das Problem mit Ohrwürmern ist ja, dass, wenn sie sich einmal in einem Ohr niedergelassen haben, dort hausen und nicht mehr rauszukriegen sind. *mpf*

Aber erklär mir doch mal einer die gedankliche Höchstleistung, wieso ich beim Motorradputzen dauernd das hier gesummt habe:



Hmpf. Ich glaub, die naheliegendste Erklärung ist, dass man Motorrad putzen nicht mag.

Und wenn der Regen es wagt, heute auf mein frisch geputztes Chrom zu tropfen, werd ich Petrus nach meinem Ableben im Klo ersäufen. *g*

Mittwoch, 19. Mai 2010

Ehezeiten *g*

Gerade von einem guten Freund gehört.

"Schaaaaaaatz, da piepst was. Das ist bestimmt der Rauchmelder, guck bitte mal nach ob es brennt."

"Mhmmhhhmmmhäääääh?"

"Schatz, nu geh doch endlich gucken, es brennt, der Rauchmelder piepst..."

*blinzel* *verschlafen durch die Gegend taps*

Kumpel rennt einmal durchs Haus, geht dann wieder ins Bett.

"Ich hab dein Handy wieder ans Ladegerät gehängt, darf ich jetzt weiterschlafen?"

Das er heute mit Wagenradgroßen Rändern unter den Augen durch die Gegend stromert, könnte daran liegen, dass das alles nachts um vier stattfand... *grinsel*

Ich geh den gleich mal gepflegt aufziehen :-)

Samstag, 15. Mai 2010

Pink Floyd - Aktuell wie nie

Kriege ändern sich nicht. Nur die Uniformen werden moderner.